Sonntag, 4. April 2010

Sind echt schon wieder 2 Wochen um? Wow. Hab wieder einiges zu erzählen. Mittlerweile hab ich es nach San Francisco geschafft, nur leider war nicht soo viel sightseeing drinnen. Bin am Freitag vor 2 Wochen hin gefahren und hab mich dann mehr oder weniger von Starbucks zu Starbucks durchgeschlagen. Ich hatte nämlich von Derek (dem Arzt aus Australien) die Chance bekommen einem seiner Vorträge in Sydney live zuzuschaun und so musste ich im 1,5h takt immer online sein. War ziemlich stressig, hat sich aber ausgezahlt. Übernachtet hab ich in San Francisco bei meinem Freund und Wohnungskollegen (in Lemoore) Ned. Da sein Sohn mit einigen Freunden bei einem Roboter-Wettbewerb von internationalem Rang teilnahm sind wir natürlich hingefahren um ihn lautstark zu ünterstützen - sogar Harry ist aus Lemoore angereist für den Wettbewerb. War recht interessant zu sehen, was 16-Jährige fähig sind zu konstruieren. Es gab auch zahlreiche Sponsoren, unter anderem Google und die NASA!! Und in der Mittagspause hat Ned uns auf den größten Burrito in den USA eingeladen (ca. 2,5kg!!)

Am Sonntag ging es dann nach Denver, Colorado wo mich Sandra Coulson schon erwartete. Sie ist eine der weltweit bekanntesten Oral-myologen. Sie trainiert also die Muskeln im Gesicht um z.B. Daumenlutschen zu stoppen, eine ausgewogene Gesichtsentwicklung zu ermöglichen, Kiefergelenksprobleme zu behandeln und Falten verschwinden zu lassen!!
Ich habe bei ihr im Haus gewohnt, bin täglich mit ihr zur Arbeit gefahren (musste um 5:00 aufstehen!!) und natürlich viel gelernt. Es war recht interessant mit Kindern zu arbeiten und zu sehen, wie ihre Behandlung funktioniert. ich durfte sogar einmal einen Schneesturm miterleben, bei dem binnen weniger Stunden 50cm Schnee gefallen ist und das ganze öffentliche Leben lahm gelegt hat.
Zufälliger weise war auch gerade die Ausstellung "Körperwelten" in der Stadt, so dass wir diese Besucht haben und uns von den Exponaten beeindrucken haben lassen. Natürlich haben wir uns wie kleine Kinder im Süßigkeitenladen gefühlt und uns die Gesichtsmuskeln ganz genau unter die Lupe genommen.
Am letzten Tag hat mich Sandra nach Colorado Springs geführt um ein schnelles Sightseeing zu machen, da schon wieder ein Schneesturm angekündigt war. Trotzdem hab ich die Hauptattraktionen gesehen und Sandra hat mir gezeigt, wo sie aufgewachsen ist.

Nach dieser Woche in Colorado bin ich wieder zurück nach San Francisco und habe einmal mehr bei Ned im Haus geschlafen, bevor ich letzten Sonntag dann zur Goldangate-Bridge gefahren bin und anschließend in den närdlichen Hippie-Bereich. Ironischerweise sieht man nebst den Öko-Papp-Kaffeebechern hier nur Luxusautos auf den Straßen und die Häuser stehen auf Anwesen, bei denen man nur das Einfahrtstor sieht. Unterwegs hab ich dann bei einer Austernfarm halt gemacht und die frischesten Austern gekostet. Direkt aus dem Meer!!

Anschließend hatte ich eine 4h Marathon-fahrt zurück nach Lemoore vor mit, vorbei an Modesto (vgl: "Monster vs. Alien" movie) und durch das extrem grüne Vally, vorbei an abertausenden Rindern.

Dienstag, 16. März 2010

So, der letzte Post ist auch schon wieder ein bisschen her - Zeit für ein Update. Nach meiner letzten Phoenixreise hatte ich ein paar Tage um mich in Lemoore zu erholen, bevor es nach Los Angeles ging.
Diesmal ist mein Vater vorbeigekommen, aber nicht nur um mich zu besuchen, sonder um auch für unser neues Bracket zu werden. Also gab es ein Meeting in San Diego und eines in L.A. Ich holte ihn daher am Donnerstag (vor zwei Wochen) am Flughafen ab und gemeinsam fuhren wir dann entalgn der Küste nach San Diego. Dort angekommen gönnten wir uns noch ein Abendessen und bereiteten uns auf das Business-gespräch nächsten Tag vor, dass dann auch ziemlich gut verlief. Die Firma zeigte sich sehr interessiert - hoffentlich wird was draus. Nach dem Meeting hab ich auf eine Freizeitaktivität bestanden, und so sind wir zu den La Jolla-Caves kajakfahren gegangen.
Neben den hölen gibt es hier Seelöwen, viele Vögel und im Sommer sogar Tigerhaie zu bestaunen - alles live. Dort angekommen haben wir erstmal festgestellt, dass das Wasser ziemlich kalt war, aber gottseidank saßen wir ja im Kajak, was das ganze stark verbesserte. So baddelten wir dann in einer Gruppe (außer uns alles Physiotheraüeutinnen) raus zu den hölen, durch die Wellen, als es uns plötzlich aus dem Kajak warf!! Unglaubwürdig, wie das passieren konnte (die Verleihfirma warb mit nicht-umkippbaren Kajaks!!) krallten wir wieder aufs Kajak, als uns die nächste Welle gleich wieder zum Kentern brachte - nun bemerkten wir, dass unser Kajak "leck"-geschlagen hatte und langsam am Kentern war. So mussten wir mit dem Tourguide das Kajak wechseln, worauf hin er sich mit dem sinkenden Vehikel abschlagen durften, während wir ganz in unserer Nähe vorbeiziehende Delfine bewunderten und den Seelöwen zusahen.
Ein echt gelungener Ausflug :-)
Anschließend fuhren wir wieder zurück nach L.A, zum nächsten Mieting und nächsten Tag brachte ich meinen Vater wieder zurück zum Flughafen um danach noch Sightseeing in L.A zu machen. Hab mir die Top-Highlights rausgepickt und bin zum Rodeo-drive, dann Beverly Hills und natürlich noch zum Walk-of-fame und dem Kodaktheater, in dem nächsten Tag die Oskarverleihung stattfinden sollte. Auch hab ich es mir nciht nehmen lassen Madam Tussauds zu besuchen, um zumindest ein bisschen mit den Stars in Kontakt zu kommen. Bin dann aber relativ bald zurück ins Hotel um mich für nächsten Tag auszuschlafen, denn ich sollte dan Pismo Beach (4h Autofahrt) um dort einen Kite-surf Kurs zu machen.
Bin dann also nächsten morgen nach Pismo Beach, mit einem Zwischenstop in Santa Barbara, und war dann sehr erfreut, als ich erfahren habe, dass ich der einzige Kursteilnehmer war - der Rest hat abgesagt - also hatte ich 5h Intensivtraining vor mir. Nach kurzen Anweisungen wie ich den Kite steuern soll, hab ich 2,5h am Festland geübt und dann ab ins Wasser (war noch kälter als in La Jolla!!). Der Kite hat mich dann im Wasser auf und abgezogen, und dann ab ans board. Hab die Kraft des Kite etwas unterschätz und darauf hin prompt einige "super-man" ähnliche Starts hingelegt, nur die Landungen waren nicht ganz so elegant. Und zum schluss konnte ich sogar schon etwas am Board fahren. Es war einfach unbeschreiblich, und ich werde es garantiert wiederholen!!
Letze Woche war dann etwas ruhiger, bin am Wochenende zu Haus geblieben. Harry machte ine Motorrad tour, und als er zurück war, hat er mir die Grundprinzipien seiner "Maschiene" erklärt, worauf ich das erste mal im Leben ein Motorrad (also kein Roller!!) gefahren hab. Bin dann den restlichen Nahcmittag durch die Nachbarschaft gekurvt - ganz im amerikanischen Style. War auch ganz lässig, nur auf die richtigen Straßen werd ich es hier eher nicht schaffen (allein schon wegen dem mangelnden A-Führerschein)

Sonntag, 28. Februar 2010

Die letzten 2 Wochen waren wieder recht ereignis reich - denn wie bereits angekündigt bin ich mit Harry zum Yosemite-Nat. Park gefahren um eine Schneeschuh-tour zu machen. Am Abend vor der Abfahrt hat mich Harry noch so kurz gefragt, ob wir eventuell dort Zelteln sollen?
Natürlich hab ich ja gesagt - und so wurden aus einem 1-Tagestrip gleich mal 2 Tage. Konnte es dann auch kaum erwarten im YOSEMITE im Schnee zu zelteln!!
Als wir dann nach ca. 3h fahrt im Yosemite (Badger Pass) angekommen sind, war es irgendwie wie bei uns zu Hause auf der Alm. Viele Skifahrer, Almhütten und viele, viele Kiefern und nicht zuletzt 1,5m Schnee!! Wir sind dann mit einer geführten Tour ca. 5km zum Dewey Point gestapft - quer durch scheinbar unberührte Natur, bei blauen Himmel und warmen 10°C - PLUS!!
Die Aussicht vom Dewey-point war dann einfach atemberaubend. An einem Abhang stehend konnten wir dann über das Yosemitetal schauen und die umliegenden Bergspitzen bewundern. Es war echt einfach Atemberaubend. Wie ich dann aber erfahren habe, durften wir hier leider nicht campen, sondern mussten runter ins Tal - dort angekommen, gab es aber nicht mehr so viel Schnee. Eigentlich gar keinen, dafür aber ausreichend Matsch. Nach einigem suchen haben wir aber glücklicherweise eine Campingstelle mit 10cm Schnee gefunden (aber nur auf unserer, die Nachbarplätze hatte Matsch - hehe). Kurz unser Zelt aufgestellt - Harry ist ein Naturfreak und hat eine echt top campingausrüstung, weshalb das ziemlich schnell ging - und den abend am Lagerfeuer, das wegen nassem Holz nicht so richtig in gang kam, ausklingen gelassen. Ich dachte mir dabei immer nur "Oh mann - heut übernacht ich im Yosemite Park!!" Dank der guten ausrüstung konnten uns auch die -10°C in der nacht nicht wirklich was anhaben und in der "früh" fuhren wir dann wieder zurück nach Lemoore.

Letzte Woche war ich dann beim DAMON-Forum in Phoenix, Arizona. Das ist eines der weltweit größten Kieferorthopädentreffen (ca. 2500 KFO-Ärzte!!) bei dem viele Vorgetragen, gefachsimpelt, und gefeirt wird. Natürlich war auch Derek (aus Sydney) angereist und ich war die meiste Zeit mit ihm und Denise (seiner Freundin) am Forum unterwegs.
Dank Denise hab ich auch Dwight Damon kennen gelernt, den Erfinder der Damonphilosophie und des Damon Brackets - er ist sowas wie der Elvis Presley der Kieferorthopädie (zumindest vom Bekanntheitsgrad her)

Neben den Kursen hab ich mir natürlich nicht die gelegenheit entgehen lassen können zum Antelope-Canyon und zum Grand Canyon zu fahren. In einem Tagesausflug verpackt hab ich erst den Antelope-C. besucht (war schon als Titelbild auf dem Nat. Geographic-Heft). Leider hat meine Kamera die Stimmung dort nur schlecht eingefangen - besser ihr sucht ein paar bilder auf google, die hatten offensichtlich bessere Kameras ;-)
Danach bin ich weiter zum Grand Canyon, wo ich zuerst von einem Aussichtspunkt aus die Schluchten bewundert hab, um danach das ganze auch von oben aus einer Cessna aus zu sehen. Da es mittlerweile Abend wurde, hatte ich das glück, dass die Sonne alles in ein rotes Licht tauchte, und der Canyon dadurch um so schöner wirkte.
Nach 1 Stunde rundflug ging es dann wieder retour nach Phoenix (gesamt ca. 950km, und 12h Autofahrt), und am nächsten Morgen wieder zurück nach Lemoore.

Freitag, 12. Februar 2010

Califronia!!

Nach 2 Wochen Kalifornien hab ich nun endlich wieder etwas Zeit, um meinen Blog zu reaktivieren.
Vor 2 Wochen bin ich hier in Kalifornien, L.A. angekommen und musste erst mal auf meinen Koffer warten. Der ist nämlich irgendwo beim Umsteigen in Washington D.C verloren gegangen. Da ich aber am nächsten Tag weiter nach Lemoore fahren musste (ca. 3,5 Autostunden im Norden) und mein GPS natürlich im Koffer geblieben ist, war das eine recht lustige Herausfordeung quer durch L.A zu kurven, und nicht wirklich zu wissen wo man abbiegen muss. In zukunft verlass ich mich vermutlich wieder auf nette, handliche ausgedruckte Karten.

Als ich dann nach Lemoore gekommen bin war ich erst mal ein bisschen – wie sag ich das jetzt am Besten – überrascht. Trotz 24000 Einwohnern hat es ein sehr ländliches Flair. Im Auto hatte ich schon längst auf Umluft geschalten, denn an den Geruch der umliegenden Rinderfarmen (bis zu 100.000 Kühe pro Farm!!!) musste ich mich erst noch gewöhnen. Nach ein wenig rumkurven hab ich dann das Haus gefunden, in dem ich ein Zimmer gemietet hab und auch gleich Harry, den Hausbesitzer kennen gelernt. Ein sehr netter 48-Jähriger, der nach einer Scheidung gerade sein Leben voll auskostet. Ein weiterer Wohnungskollege, Ned, hat eine Familie in SanFrancisco, kommt aber immer unter der Woche nach Lemoore um zu arbeiten. Ist im gleichen Alter wie Harry, aber um einiges ruhiger.

Nächsten Tag bin ich dann gleich einmal in die Praxis von Denise gefahren (ist aber “gleich ums Eck – ca.3km) und wurde freundlich aufgenommen. Es ist bei weitem nicht so “buisy” wie in Derek’s Klinik in Sydney, was aber auch seine Vorteile hat. Dafür seh ich hier auch allgemeine Behandlungen und sie hat mehr Zeit für mich um zu erklären und diskutieren.
Am Wochenende hat mich dann Harry und ein Freund von ihm, Philipp (ist in meinem Alter) eingeladen zum Sequoia National Park zu fahren und dort ein bisschen Bäume zu schaun und schnee-zu-schuhen (kann man das so sagen?) Beides klingt nicht so spannend, war es aber, im Anbetracht der Bäume und des Schnees. Hier gilt nämlich wirklich “Supersize-me”. Die Bäume zählen zu den größten der Welt (bis zu 13m durchmesser, 90m hoch) und bei 1,5m Schneelage macht es auch spaß mit Schneeschuhen herumzulaufen, wenn es auch mit 1,5h nur recht kurz war .
Morgen gehen wir wieder Schnee-schuhen, diesmal aber zum Yosemite-Nat. Park, und auch etwas länger – 6h, ca. 10km.

Nächste Woche werde ich mit Denise nach Phoenix-Arizona fliegen, um dort bei dem weltweiten Treffen für ein Bracketsystem (Damon-Brackets) teilzunehmen und auch Derek wieder zu treffen, der dort 3 Tage referieren wird.
Danach habe ich sicher wieder viel zu berichten...